Gepostet: 15.11.2020

Dermatologische Praxis Dr. med. Fränken

Änderungen im Berufskrankheitenrecht 2021!
Hauterkrankungen sind nach wie vor die Spitzenreiter in der Statistik der Berufskrankheiten. Bisher wurde eine Berufskrankheit und deren individuelle Behandlung nur dann von der Berufsgenossenschaft und den Krankenversicherungen anerkannt, wenn die krankmachende Arbeit aufgegeben wurde.
„Die Berufsaufgabe ist aber in den meisten Fällen gar nicht notwendig, da sich der Hautzustand der Patienten mit Schulungs- und Präventionsmaßnahmen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich soweit verbessern lässt, dass sie langfristig in ihrem angestammten Beruf weiterarbeiten können“, erläutert Prof. Skudlik, Chefarzt am Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm) und am BG Klinikum Hamburg.
Jährlich werden bei 18.000 Patienten berufbedingte Hauterkrankungen festgestellt, jedoch nur 500 davon werden anerkannt.
Mit der Gesetzesänderung werden wesentlich mehr der gemeldeten Berufskrankheiten als solche behandelt und können mit besserer Behandlung bei Kostenübernahme durch die Berufsgenossenschaft rechnen.
Nach ungefähren Schätzungen werden zukünftig 10.000 Fälle jährlich anerkannt, zudem sieht der Gesetzgeber eine rückwirkende Überprüfung der gemeldeten Fälle bis ins Jahr 1997 vor. Dadurch steigen die Fallzahlen vermutlich noch.
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